Info     Fachkunde
Nuklearmedizin
-Diagnostik
-Therapie

Gesetzliche Grundlagen
Vertragsentwurf
Aufgaben eines MPE

 

Teletherapie

Afterloading
Endovaskulär
Seeds

Konventionelle
Therapie
Strahlenschutz
-unterweisung
Urlaubsvertretung
 

Endovaskulär

 

 

Eine endovaskuläre Strahlentherapie kommt meist nach Dilatation einer Restenose (z.B. In-Stent-Restenosen) zum Einsatz. Je nach Durchmesser des zu behandelnden Gefäßes werden entweder spezialisierte Afterloadinggeräte mit Betastrahlern (z.B. bei Koronargefäßen) oder konventionelle Afterloadinggeräte, meist mit einem Iridium-192-Strahler (z. B. bei Beinarterien) zum Einsatz.

Daneben gibt es Versuche mit dem Einsatz von radioaktiv beschichteten Stents als auch mit Ballonkathetern, in die flüssige radioaktive Stoffe gefüllt werden.

Zu den endovaskulären Afterloadingverfahren gilt das bereits beim Thema Afterloading gesagte:

Neben einer Erfüllung der üblichen Auflagen hinsichtlich des Strahlenschutzes, der Raumabschirmung und der sonstigen Ausstattung der dafür genutzten Räume muß ein Medizinphysik-Experte nicht nur vorhanden, sondern auch als Strahlenschutzbeauftragter bestellt sein. Konkret führt die “Richtlinie nach der Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlen (Strahlenschutzverordnung - StrlSchV)” aus:

“Bei der Strahlenbehandlung von Patienten muss für den physikalisch-technischen Bereich ein Medizinphysik-Experte als Strahlenschutzbeauftragter bestellt sein (§14 Abs. 2 Nr. 2), um in enger Zusammenarbeit mit dem Arzt die für die Strahlenbehandlung erforderlichen Aufgaben zur technischen Vorbereitung, der Bestrahlungsplanung oder die Bestrahlung durchzuführen. die persönliche Anwesenheit des Strahlenschutzbeauftragten richtet sich nach Nummer 3.1.1”.

Dies setzt sich in Punkt 5.1.5 der Richtline in konkretisierter Form fort:

“In Durchführung des § 81 Abs. 3 StrlSchV ist in der Strahlenbehandlung vom Arzt mit der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz, zusammen mit dem Medizinphysik-Experten(MPE), ein auf den individuellen Patienten bezogener Bestrahlungsplan schriftlich festzulegen (siehe dazu auch Nummer 7.1.1). Die vom Arzt vorgesehene Dosis und Dosisverteilung muss den Erfordernissen der medizinischen Wissenschaft entsprechen, wobei die übrigen Körperteile und Organe eine möglichst niedrige Dosis erhalten sollen. Dies wird erreicht durch

geeignete Lokalisierungsmethoden (Simulator, CT, Szintigraphie, Sonographie, MR Tomographie u.a. bildgebende Verfahren je nach Fragestellung),

Auswahl der Strahlenquellen nach Strahlenart und -energie

Anwendung leistungsfähiger Methoden der rechnergestützten Bestrahlungsplanung zur Vorausbestimmung der Dosisverteilung

geeignete Applikations-, Einstellungs- und Lagerungshilfen

Begrenzung der Strahlenexposition übriger Körperbereiche, soweit praktisch durchführbar

spezielle Abschirmmaßnahmen für zu schonende Körperbereiche”

 

© Katharina Breyer, Aurich