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Der Gesetzgeber legt die Meßlatte für das Betreiben konventioneller Afterloadingeinrichtungen, wie sie meist auf Grundlage des Isotops Iridium-192 angeboten werden, recht hoch. Neben einer Erfüllung der üblichen Auflagen hinsichtlich des Strahlenschutzes, der Raumabschirmung und der sonstigen Ausstattung der dafür genutzten Räume muß ein Medizinphysik-Experte nicht nur vorhanden, sondern auch als Strahlenschutzbeauftragter bestellt sein. Zusätzlich gilt die Anwesenheitspflicht nach Punkt 3.1.1.

Konkret führt die “Richtlinie nach der Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlen (Strahlenschutzverordnung - StrlSchV)” aus:

“Bei der Strahlenbehandlung von Patienten muss für den physikalisch-technischen Bereich ein Medizinphysik-Experte(MPE) als Strahlenschutzbeauftragter bestellt sein (§14 Abs. 2 Nr. 2), um in enger Zusammenarbeit mit dem Arzt die für die Strahlenbehandlung erforderlichen Aufgaben zur technischen Vorbereitung, der Bestrahlungsplanung oder die Bestrahlung durchzuführen. die persönliche Anwesenheit des Strahlenschutzbeauftragten richtet sich nach Nummer 3.1.1”.

Dies setzt sich in Punkt 5.1.5 der Richtline in konkretisierter Form fort:

“In Durchführung des § 81 Abs. 3 StrlSchV ist in der Strahlenbehandlung vom Arzt mit der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz, zusammen mit dem Medizinphysik-Experten, ein auf den individuellen Patienten bezogener Bestrahlungsplan schriftlich festzulegen (siehe dazu auch Nummer 7.1.1). Die vom Arzt vorgesehene Dosis und Dosisverteilung muss den Erfordernissen der medizinischen Wissenschaft entsprechen, wobei die übrigen Körperteile und Organe eine möglichst niedrige Dosis erhalten sollen. Dies wird erreicht durch

geeignete Lokalisierungsmethoden (Simulator, CT, Szintigraphie, Sonographie, MR Tomographie u.a. bildgebende Verfahren je nach Fragestellung),

Auswahl der Strahlenquellen nach Strahlenart und -energie

Anwendung leistungsfähiger Methoden der rechnergestützten Bestrahlungsplanung zur Vorausbestimmung der Dosisverteilung

geeignete Applikations-, Einstellungs- und Lagerungshilfen

Begrenzung der Strahlenexposition übriger Körperbereiche, soweit praktisch durchführbar

spezielle Abschirmmaßnahmen für zu schonende Körperbereiche”

© Katharina Breyer, Aurich